Anleitungen

Anleitung für Freiwillige im Hochwassereinsatz

Bevor du dich auf den Weg machst:

  • Melde dich vorab bei der zuständigen Koordinierungsstelle (DRK, THW, Feuerwehr oder dem städtischen Spontanhelfer-Portal) an, statt unangemeldet ins Krisengebiet zu fahren. Unkoordinierte Anreisen blockieren Rettungswege und binden zusätzliche Ressourcen, statt zu entlasten.
  • Folge den Anweisungen der Einsatzleitung vor Ort – auch wenn dir einzelne Entscheidungen (z. B. Bereitstellung statt Soforteinsatz) nicht sofort einleuchten. Dahinter steckt meist eine taktische Überlegung der Lagebewältigung.
  • Prüfe vor Abfahrt deine persönliche Ausrüstung anhand der Materialliste.

Vor Ort:

  • Melde dich am Einsatzort bei der zuständigen Ansprechperson und lass dir deine Aufgabe konkret zuweisen.
  • Betrete keine überfluteten Keller, Gewässer oder einsturzgefährdeten Bereiche ohne Anweisung von Fachkräften – Strömung, freigelegte Stromleitungen und kontaminiertes Wasser sind unterschätzte Gefahren.
  • Arbeite im Team, nicht allein. Eigenmächtige Alleingänge ohne Abstimmung erschweren die Gesamtlage, statt zu helfen.
  • Es kann zu Spannungen zwischen Einsatzkräften und freiwilligen Helfenden kommen. Bleibe konstruktiv: Ihr verfolgt dasselbe Ziel – die Not der Betroffenen zu lindern.
  • Achte auf ausreichend Pausen, Trinken und Essen. Sprich offen an, wenn dir körperlich oder psychisch etwas zu viel wird.

Nach dem Einsatz:

  • Melde dich bei der Koordinierungsstelle ab.
  • Gib Beobachtungen oder Probleme (z. B. fehlendes Material, unklare Absprachen) an die Einsatzleitung weiter – das hilft, spätere Einsätze besser zu koordinieren.